Augenzu

Die jüngste Neonazi Mordserie nahmen die Fotografin Helena Schätzle, die Soziologin Lisa Kellermann und die Kunstwissenschaftlerin Antonia Heyn als Ausgangspunkt, um sich mit Erfahrungen von Rassismus auseinanderzusetzen.

Bei ihrem Projekt geht es nicht allein um die konkreten Taten, sondern auch um die Hintergründe und den Nährboden, der eine ständige latente Diskriminierung von Menschen, die nicht dem Stereotyp der deutschen Mehrheitsgesellschaft entsprechen, ermöglicht.

Fragen nach dem eigenen Rassismus werden in den Raum gestellt.

Betroffene kommen zu Wort.

Menschen werden sichtbar.

Wirkungen von Diskriminierungen spürbar.

Im Netz der Kommunikation verknüpfen sich Erinnerungen, Reflektionen,

Vorurteile, Erkenntnisse, Meinungen und Wünsche miteinander.

Es ist dem Betrachter überlassen, ob er sich dem Schein der Idylle überlassen will oder durch das Einlassen auf die Arbeit mit den eigenen Rassismen und Untiefen konfrontieren lässt.